Unternehmensprofil R&D

Erfolgreiche Innovationsplattform des Elektronik-Mittelstands

 

Silicon Valley am Niederrhein
Inspirierende Gespräche, ein reger Austausch von Know-how und die Bündelung innovativer Kräfte zeichneten das
zukunftsweisende Branchentreffen des Elektronik-Mittelstands am 5. November in Mönchengladbach aus. Die über 30 Aussteller und
mehr als 300 Besucher des Symposiums „best-of-processing“ waren sich einig: Ein Hauch von Silicon Valley lag in der Luft.


von links nach rechts:
Detlev Gunia, Geschäftsführer der R&D Elektronik GmbH & Co. KG, Mönchengladbach,
Antonius Bergmann, Vorstand Stadtsparkasse Mönchengladbach,
Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG, Mönchengladbach,
Dr. Günter Krings (MdB), CDU,
Prof. Dr. Georg Schulte, Dekan des FB Elektrotechnik der Hochschule Niederrhein,
Kerstin Baum, Mitarbeiterin der R&D Elektronik GmbH & Co. KG, Mönchengladbach



Auf dem Innovationsforum in den Räumlichkeiten der Firma R&D Elektronik trafen sich Fachleute namhafter Unternehmen, die ihre
Kompetenzen in den Bereichen Datentechnik und Automatisierung in die Waagschale warfen. Zusammen genommen repräsentierten
sie die gesamte Prozesskette der Geräteentwicklung und - herstellung. Die gemeinsam von der Hochschule Niederrhein, der
Stadt Mönchengladbach und R&D Elektronik organisierte Veranstaltung bewies, dass die Region als Hightech-Standort eine
zunehmend wichtige Rolle spielt. Dies betonte auch Dr. Günter Krings, der CDU-Bundestagsabgeordnete für Mönchengladbach,
in seinem Grußwort. „In der jetzigen Situation gilt es, den Einbruch des wirtschaftlichen Wachstums so schnell wie möglich zu
überwinden und zu einem neuen, stabilen und dynamischen Aufschwung zu kommen“, sagte er.
„Dem Mittelstand - als Herz der Sozialen Marktwirtschaft - kommt hierbei eine tragende Rolle zu. Über vier Millionen Selbständige
und mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer in Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungen und den Freien Berufen
sind der Motor für Wachstum, Beschäftigung und Ausbildung in Deutschland.“

Nicht Wettbewerbsdenken, sondern Synergie- und Netzwerk-Bildung standen im Mittelpunkt der kommunikativen Ausstellung.
So konnten Vertreter verschiedener Firmen buchstäblich an einem Tisch zusammenkommen. Sie nutzten die Gelegenheit zu offenem
Austausch und intensiven Gesprächen sowie für einen Blick in die Praxis des laufenden Betriebes von R&D. Auf großes Interesse
stieß u. a. auch ein von der NVV präsentiertes Brennstoffzellen- Heizgerät zur Strom- und Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern.

„Die Teilnahme an der Veranstaltung lohnt sich für mich, weil ich hier vor Ort verschiedene Geschäftspartner zum
Gedankenaustausch über konkrete Problemstellungen treffen kann“, sagte Besucher Nikolaus Sekertzis von der Dielen GmbH.
Als Aussteller begrüßte Klaus Stieler von der ES&S Oliver Reiners e.K. die „kurzen Wege sowie die intensive, kompakte Form der
Veranstaltung“, die die Möglichkeit zum „direkten persönlichen Kontakt mit Entwicklern und Entscheidern“ bot.

Parallel zur Ausstellung zog ein spannendes Spektrum an Fachvorträgen über innovative Elektronik-Technologien die
Besucher in den Bann. So berichtete zum Beispiel Frank Philipp von der Firma Emtronic über neue drahtlose Datenübertragungs
verfahren. Ein haarfeiner Draht reflektiert Signale auf elektromagnetischer Basis und ermöglicht damit eine Ja/Nein-
Abfrage. Als passives Element kann er etwa in Etiketten integriert werden und so einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das
Problem der Produktpiraterie leisten. Die Firmengruppe HY-LINE aus Bayern steuerte einen Vortrag zum Thema „Display- und
Touchtechnologie“ bei, in dem Wilhelm Memmersheim einen Überblick über aktuelle und zukünftige TFT-Produkte und
Touchscreen-Lösungen gab.

Professor Norbert Dahmen aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Professor Franz-Josef Adam aus dem Fachbereich
Maschinenbau der Hochschule Niederrhein hoben die Vorteile der Vernetzung von wissenschaftlicher Arbeit mit der Wirtschaft, etwa
durch Projektarbeiten während des Studiums, hervor. „Wir haben ein großes Potenzial an hervorragenden Leuten. Hier können sich
Firmen nicht nur projektweise wertvolle Unterstützung holen, sondern sich auch gezielt handverlesenen Ingenieur-Nachwuchs
heranziehen“, betonte Professor Norbert Dahmen. Der Professor brachte auch direkt zahlreiche Studenten mit, und es entstand
quasi nebenbei auch eine Ausbildungs- und Nachwuchsbörse. Hier fand sich auch der Aussteller MGconnect wieder. Als
Schnittstelle zwischen Schülern, Lehrern und Arbeitgebern vermittelt MGconnect Ausbildungsstellen. Die Kombination aus
Messe und Symposium bot beste Voraussetzungen für ein erstes gegenseitiges „Beschnuppern“ von Schülern, Studenten und
potenziellen künftigen Arbeitgebern.

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